{"id":42,"date":"2018-10-05T11:25:05","date_gmt":"2018-10-05T09:25:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dpsglampertheim.de\/wordpress\/?page_id=42"},"modified":"2024-09-02T15:33:27","modified_gmt":"2024-09-02T13:33:27","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dpsglampertheim.de\/wordpress\/der-stamm\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Vor 75 Jahren \u2013 am 5. Juni 1949 \u2013 am Pfingstfest versammelte der damalige Kaplan Sch\u00e4fer einige Jungen im Christk\u00f6nigsheim und erl\u00e4uterte ihnen die Idee von Robert Smyth Baden Powell, Lord of Gilwell \u2013 kurz BiPi \u2013 der 42 Jahre zuvor auf einer kleinen Insel namens Brownsea Island vor England ein Jungenzeltlager durchf\u00fchrte und damit die Pfadfinderidee zum Leben erweckte. Seine ersten Anh\u00e4nger in Lampertheim waren Willi Kr\u00e4mer, Hans Gutschalk, Rudi Will, Ludwig Metzner und Friedel Illius. Ihnen folgten bald weitere Begeisterte, die am Pfadfindertum Interesse fanden. Im Juli wurde der erste Stammesfeldmeister (heute: Stammesvorstand) Willi Kr\u00e4mer gew\u00e4hlt, der sp\u00e4ter auch zum Gaufeldmeister (Bezirksvorstand) ernannt wurde.<\/p>\n<p>Im Jahr darauf erhielt der Stamm Lampertheim am Georgstag (23. April 1950) sein erstes Lilienbanner, das symbolisch den Anschlu\u00df an die DPSG charakterisiert. Trotz interner Schwierigkeiten, die durch die Nachkriegszeit entstanden, blieb der Lampertheimer Stamm fest zusammen. Fahrt und Lager war damals wie heute das Zuhause der Pfadfinder. Gleichzeitig wurden sie auch durch die Sippenarbeit im Pfadfinderheim und besonders durch die enge Verbindung zur Kirche gepr\u00e4gt. Erst im Laufe der Jahre wurde diese enge religi\u00f6se Bindung etwas aufgelockert und die gesellschaftliche Ebene mehr betont.<\/p>\n<p>Im Oktober 1957 kam Anneliese Feldhinkel als erste Akela (W\u00f6lflingsf\u00fchrerin, heute: W\u00f6lflingsleiterin) hinzu und kurz darauf Kaplan Kalb, der sich auch sp\u00e4ter als Religionslehrer f\u00fcr das Pfadfindertum einsetzte und besonders den Namen Guy de Larigaudie bekannt machte. Er und Franz Sch\u00e4fer bewegten die Stammesf\u00fchrung am 7. Dezember 1961 den Stamm \u201eSankt Andreas\u201d den Namen \u201eGuy de Larigaudie\u201d zu geben. Vom 17. bis 25. Oktober 1959 wurde das zehnj\u00e4hrige Bestehen des Stammes gefeiert, bei dem auch der Gr\u00fcnder Pfarrer Sch\u00e4fer, der zu dieser Zeit Pfarrer in Biebesheim war, mitfeierte.<\/p>\n<p>Der Reiz nach Abenteuern auf Fahrten und Lager geriet ins Schwinden. Denn schon seit einiger Zeit machten viele Familien wieder Urlaubsreisen, gegen die eine Pfadfinderfahrt nur ein Katzensprung ist, und nur noch der Abenteuerlustige f\u00e4hrt mit seiner Sippe ins Zeltlager um dort mit Wind und Wetter, mit Blasen an den F\u00fc\u00dfen oder mit der misslungenen Mahlzeit fertig zu werden. Dadurch verlagerte sich der Schwerpunkt der pfadfinderischen T\u00e4tigkeit langsam zu Aktionen im Heimatort. Doch dem Zeitgeist zum Trotz wurde 1960 das Sommerzeltlager attraktiver gestaltet, mit neuer K\u00fcchenausr\u00fcstung, drei nagelneuen Zelten mit Gummiboden. Der gute alte \u201eDrahtesel\u201d, der Stolz vieler Pfadfinder, wird durch das Auto der Eltern oder die Bahn ersetzt, welche fortan als Transportmittel zum Lager dienten. Durch diese Neuerung war es nun auch m\u00f6glich, weiter entfernte Lager zu besuchen, wie zum Beispiel die internationalen Lager von 1961 an die belgische Grenze, 1966 in F\u00fcrstenberg im Schwarzwald, sowie die beiden Sommerlager mit den Pfadfindern aus unserer Partnerstadt Ermont, 1969 im Schwarzwald und 1970 in S\u00fcdfrankreich.<\/p>\n<p>Diese Lager, die von Karl-August H\u00e4usler geleitet wurden, pr\u00e4gten die damaligen Aktivit\u00e4ten des Stammes. \u00d6ffentliche Aktionen wurden f\u00fcr den Stamm zu einem neuen Bet\u00e4tigungsfeld. Buchausstellungen wurden mitgestaltet, Sammelaktionen durchgef\u00fchrt, Fronleichnamsalt\u00e4re gebaut und im Advent fand die (fast) allj\u00e4hrliche Nikolausaktion ihren Anfang.<\/p>\n<p>Das Jahr 1964 bringt mit dem Abschied von unserem Kuraten, Pfarrer Ernst Kalb, der ins Bisch\u00f6fliche Ordinariat nach Mainz berufen wird, einen gro\u00dfen Verlust f\u00fcr die Lampertheimer DPSG und sicherlich auch f\u00fcr viele andere Vereine und Gruppen in unserer Gemeinde. Sein Nachfolger als unser Kurat wird Kaplan Thalhauser, der mit uns am 23. April 1965, dem Georgstag die erste Jugendmesse mit modernen Ges\u00e4ngen Lampertheims gestaltet. Von 1966 bis 1968 arbeitete unser Stamm aktiv an der Ausgestaltung des Spargelfestes mit, die Liliputbahn wurde gefahren, die Riesenstreichh\u00f6lzer wurden verkauft, und Willi Illius leitete auf Wunsch des damaligen B\u00fcrgermeisters Hans Pfeiffer ein internationales Lager im Schwimmbad, zu dem die Jugend der Lampertheimer Partnerst\u00e4dte eingeladen wurden. Zur Feier des 20-j\u00e4hrigen Bestehens am 27. Juni 1969 konnte Karl-August H\u00e4usler, der die Stammesgeschicke von 1959 bis Ende 1970 gelenkt hatte, viele Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens und vor allem eine gro\u00dfe Anzahl ehemaliger Pfadfinder begr\u00fc\u00dfen. Mit dem Namen Karl-August H\u00e4usler, der im Jahre 1961 zum Georgsritter ernannt wurde, werden viele Aktivit\u00e4ten der Lampertheimer Pfadfinder in Verbindung gebracht. Nachdem sich Karl-August H\u00e4usler anderen Aufgaben gewidmet hatte, gab es einen Einbruch in den Stammesaktivit\u00e4ten, bis sich etwa ein Jahr sp\u00e4ter eine Gruppe ehemaliger Rover aufraffte und wieder Gruppenstunden abhielten und auch ein Sommerzeltlager organisierten.<\/p>\n<p>Es war das Jahr 1971 als diese Rover die Geschicke des Stammes Guy de Larigaudie der Lampertheimer St.-Georgspfadfinder in die Hand nahmen. Sie hatten schnell regen Zuspruch, sodass die erste neue Akela Rosi Stephan (heute Rosi Schlesinger), bald ihre neue W\u00f6lflingsmeute zusammen hatte. Gruppen der Jungpfadfinder und Pfadfinder wurden von Werner Weidenauer, Rainer M\u00fcnch und G\u00fcnther Litterer betreut und um die Stammesgesch\u00e4fte k\u00fcmmerte sich Christian Walkowiak.<\/p>\n<p>Schon bald stand es fest, wieder ins Sommerzeltlager zu fahren und in der Adventszeit wurde die Tradition der Nikolausaktion fortgesetzt. Der Schwerpunkt der Pfadfinderarbeit war nicht mehr nur das Abenteuer in der Natur und der Umgang mit Seil und Knoten, sondern der soziale Gedanken \u201eJeden Tag eine gute Tat\u201d trat immer mehr in den Vordergrund. So wurde \u00f6fters an der Aktion \u201eFlinke H\u00e4nde \u2013 Flinke F\u00fc\u00dfe\u201d teilgenommen, dadurch konnte man auch bei der Einweihung des Alten- und Pflegeheim Maria Verk\u00fcndigung einen Spezial-Bet-Tisch \u00fcberreichen.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren war man beim Aufbau des Bezirkes Bergstrasse aktiv dabei und \u00fcbernahm auch dort einen Teil der Verantwortung. In der Adventszeit kam die Adventskranzaktion und die Teilnahme an vielen Weihnachtsm\u00e4rkten hinzu. Die Stammesgeschicke wurden nun von Reinhold Merkel und schon bald von Kurt F\u00f6bel in die Hand genommen. In dieser Zeit ging der Stamm durch viele H\u00f6hen und Tiefen bis bei vielen der damaligen Rover die Bundeswehrzeit vor\u00fcber war und sie wieder mit der Gruppenarbeit begonnen haben. Trotz aller Schwierigkeiten wurde jedes Jahr ein Zeltlager organisiert und durchgef\u00fchrt. Nach Armin M\u00fcnzenberger und Hans-Ludwig Boxheimer folgten Rolf Borkenhagen und Bernhard Kannengiesser, die 15 Jahre den Stamm f\u00fchrten. In dieser Zeit wurden nicht nur traditionelle Aktivit\u00e4ten weitergef\u00fchrt, man stellte sich auch neuen Herausforderungen. So wurden Veranstaltungen auf Bundes-, Di\u00f6zesan- und Bezirksebene mitorganisiert und auch durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Man ging nicht mehr nur ins Sommerzeltlager sondern auch in Winterfreizeiten und besuchte auch einige Treffen auf \u00fcberregionaler Ebene. Zum 40-j\u00e4hrigen Bestehen konnte man auch ein Gel\u00e4nde anpachten, das aber leider dem Landratsamt ein Dorn im Auge war und so kam es, dass man es drei Jahre sp\u00e4ter wieder r\u00e4umen musste.<\/p>\n<p>1995 wurde auch wieder die Tradition aufgegriffen, das Zeltlager gemeinsam mit den Me\u00dfdienern durchzuf\u00fchren, was sich auch positiv auf die Jugendarbeit in der Gemeinde St. Andreas auswirkte.<\/p>\n<p>1999 gingen die Rover auf gro\u00dfe Fahrt: Zwei Wochen mit dem Traktor und einem selbst wieder hergerichteten Bauwagen durch die Pfalz. Ein Abenteuer, nicht nur f\u00fcr die Teilnehmer, auch f\u00fcr alle anderen Autofahrer. Im Jahr 2001 war die erste Vollversammlung der Pfadfinderstufe, in welcher die Frankfurter Erkl\u00e4rung verabschiedet wurde. Ein weiterer Schritt in Punkto Kindermitbestimmung innerhalb der DPSG. Und Lampertheim war mit dabei \u2013 aktiv!<\/p>\n<p>2003 war es endlich \u2013 mal wieder \u2013 soweit: Wir haben ein eigenes Grundst\u00fcck gefunden. Ausgestattet mit einem Traktor und drei Bauw\u00e4gen sind wir komplett mobil. Seither gilt: Auf in den Garten zum schaffen! Denn so ein Grundst\u00fcck braucht viel Pflege.<\/p>\n<p>Ende 2004 wurde auch endlich ein lang gehegter Traum wahr und es wurde der F\u00f6rderverein \u201cPfadfinderschaft St. Georg Lampertheim e.V.\u201d gegr\u00fcndet, eingetragen im Vereinsregister und als gemeinn\u00fctzig anerkannt.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 75 Jahren \u2013 am 5. 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